Von der Krötenwanderung habe ich ja bereits berichtet. Gleichzeitig fand auch die Kartierung der Feuersalamander und Molche statt, bei der ich dieses Jahr das erste Mal dabei war.

Feuersalamander

Feuersalamander und Molche suchen im Frühjahr zum Absetzen der Larven die Quellbereiche auf und wir konnten die weiblichen Tiere dabei beobachten. Die Larven der Feuersalamander kann man auch tagsüber sehr gut in den Gewässern sehen.

Die erwachsenen Feuersalamander sind nachtaktiv und man trifft sie kaum bei Tag an. Also sind wir natürlich nach Einbruch der Dunkelheit in stockfinsterer Nacht mit Taschenlampen losgezogen. Hm, fürs nächste Jahr werde ich mir wohl eine Grubenlampe anschaffen, denn man hat echt zu wenig Hände. Taschenlampe halten denn ohne sieht man ja null, Feuersalamander hochnehmen um das Geschlecht zu bestimmen, in die Liste eintragen und die Kamera hatte ich natürlich auch noch dabei.

Feuersalamander sind zum Glück nicht sehr schnell was ihren Fluchttrieb angeht. Die gelbe Farbe verrät eventuellen Freßfeinden - sie sind giftig. D.h. sie können bei Gefahr weißliches, giftiges Sekret absondern und haben daher keine wirklichen Feinde, da sie ungeniessbar sind. Für Menschen ist das Secret jedoch erstens nicht wirklich gefährlich, darf nur nicht mit Schleimhäuten in Berührung kommen bzw. in die Augen geraten und zweitens setzen sie das Sekret nur bei wirklicher Gefahr ein und ich habe dies bisher noch nie erlebt. Wobei ich ja eigentlich nicht extra erwähnen muss, daß man die Tiere normalerweise eh in Ruhe lassen sollte. Beim Kartieren war das Anfassen zur Geschlechterbestimmung aber notwendig.

Normalerweise freut man sich ja, wenn man mal "einen" Feuersalamander zu sehen bekommt, da sie ja doch eher selten sind. Dieses Erlebnis beim Kartieren war jedoch unbeschreiblich.

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Das Fotografieren von Feuersalamandern hat mich allerdings fast irre gemacht. Gar nicht so einfach diese schwarz/gelb glänzende Haut bei Nacht vernünftig zu fotografieren. Hätte mich jemand beobachtet wäre ich wahrscheinlich eingeliefert worden, wenn man bei stockdunkler Nacht mit der Taschenlampe und Kamera in der Hand auf dem nassen Boden liegt (Salamander mögen es ja feucht und die meisten sieht man, wenn es geregnet hat) um zu Fotografieren. Tipps für bessere Fotos werden natürlich gerne angenommen.

In meinem ganzen Leben habe ich noch nie soo viele Feuersalamander gesehen, es war einfach fantastisch. An unserem besten Tag haben wir 117 Feuersalamander und 69 Molche gezählt. Da traut man fast seinen Augen nicht, wenn es nur so wimmelt von diesen schönen Amphibien. Es war einfach traumhaft, ein ganz besonderes Erlebnis und ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

soni

Kommentare   

 
# Marianne 2011-04-28 17:34
Sind die schön, so ewas sieht man bei uns wohl nur in er Heide.

GLG Marianne :-)
 
 
# Frau Wolkenlos 2011-04-28 18:10
Die Aufnahmen sind ausgezeichnet, liebe Soni. Da gibt es nichts besser zu machen. Ich weiß wie schwierig es ist Feuersalamander und Molche zu fotografieren. Die feuchte glänzende Haut "verhaut" so manches Foto. Aber egal, Deine Bilder sind sooo schön geworden. :-) Könnte es sein, dass sich der Bestand von Molchen und Salamandern wieder etwas erholt hat? Ich meine ich hätte so etwas neulich noch gelesen.
Liebe Größe
 
 
# katerchen 2011-04-28 20:11
Soni ..TRAUMHAFT und das Gefühl GLÜCK ist sicher da wenn man es erleben darf.

Danke für so wunderbare Bilder

LG vom katerchen
 
 
# Träumerle Kerstin 2011-04-28 20:20
Ist das interessant! Ich freue mich, dass Du mich auf Dein Blog aufmerksam gemacht hast, hier gefällt es mir total.
Die Fotos sehen aber aus wie am Tag geknipst, ich würde es gar nicht merken.
Ich müsste jetzt hier recherchieren, frage aber lieber gleich: was machst Du beruflich?
Liebe Grüße von Kerstin.
 
 
# Soni 2011-04-28 23:05
Wenn Du in der Nähe einen Laubmischwald mit Quellbereichen hast Marianne kannst Du Glück haben einen zu sehen.

Oh ja ich hatte viele verhaute Fotos :lol: danke für Dein Lob Frau Wolkenlos, das freut mich sehr. Feuersalamander stehen zwar streng unter Naturschutz und auf der Vorwarnliste, kommen aber in geeigneten Gebieten schon noch regelmäßig vor. Nur in Bayern stehen sie auf der roten Liste als gefährdet. Solch eine große Population wie im kartierten Gebiet ist jedoch eher selten.

Ja Katerchen das war wirklich ein Glücksgefühl, etwas ganz Besonderes.

Herzlich willkommen Kerstin, freut mich sehr, wenn es Dir hier gefällt. Ich habe die Tiere und Umgebung mit einer ganz hellen Taschenlampe beleuchtet und zusätzlich einen Aufsteckblitz verwendet - ansonsten war stockfinstere Nacht. Beruflich habe ich mich 35 Jahre durch Buchhaltung und Lohnabrechnunge n gekämpft, momentan bin ich jedoch nicht berufstätig. Also mit Tieren und Natur hatte mein Beruf jedenfalls gar nichts zu tun - ist aber meine ganz große Leidenschaft.

LG Soni
 
 
# Brigitte 2011-04-29 11:13
Da hätte ich gern mitgemacht, so einen Molch habe ich noch nie gesehen.
Im Garten zeigt sich manchmal die Kröte, Blindschleichen und gestern habe ich im einem Blumenkübel eine ca. 3 cm große Eidechse gefunden, die kam gleich ins Hochbeet, das mit Feldsteinen umrandet ist.

LG Brigitte
 
 
# Soni 2011-04-30 19:02
Wenn Du in Deiner Umgebung Quellbereiche hast, kannst Du mal schauen Brigitte, da hast ganz gute Chancen einen Molch zu sehen. Allerdings meist auch erst nachts wie die Feuersalamander und feucht sollte es auch sein. Blindschleichen und Eidechsen finde ich auch toll, sieht man leider auch nicht mehr so häufig.

LG Soni
 

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