igel

Ursprünglich lebten Igel überwiegend in dicht bewachsenen Wäldern. Durch den Eingriff des Menschen in die Natur findet man Igel jedoch heutzutage fast nur noch in menschlichen Siedlungen, da sie dort bessere Lebensbedingungen finden.

Auch da werden jedoch die Bedingungen immer schlechter, da ein zu ordentlicher Garten dem Igel die notwendigen Bedingungen nimmt. Der größte Feind der Igel ist der Mensch. Wer also einen Garten sein eigen nennt, sollte auch an die kleinen Stachelritter denken.

Gefahren für den Igel: Rasenmäher (Igel ruhen oft in hohem Gras), Elektrosensen, Mistgabeln (Vorsicht bei Kompost und Laubhaufen), Feuer (Achtung bei Gartenfeuern), Schächte und Gruben werden zu Fallen, Pestizide und Kunstdünger vernichten Nahrung und ein aufgeräumter Garten bietet keine Nistmöglichkeiten. Gartenteiche sollten eine Ausstiegshilfe (Brett mit Querleisten) haben, da Kleintiere auf der Suche nach Wasser sonst jämmerlich ertrinken.

In einem igelfreundlichen Garten muß auf den Einsatz von Chemie verzichtet werden. Es sollte nur ein Teil des Gartens gemäht werden, die Gartenränder und unter Gebüsch und Hecken am besten gar nicht mähen. Exotische Pflanzen sind ohne Nutzen für unsere einheimischen Tiere, deshalb sollte man sich für einheimische Pflanzen und Gehölz entscheiden. Igel brauchen Unterschlüpfe, Holzstapfel, Gebüsch und Hecken, Reisighaufen, gerade im Herbst Laubhaufen liegen lassen oder unter Büschen verteilen. Man kann auch künstliche Niststätten anbieten. Igelhäuser kann man ohne großen Aufwand selbst bauen, oder natürlich auch im Fachhandel kaufen. Wasserstellen sind auch ganz wichtig. Entweder einen kleinen Gartenteich mit Ausstiegshilfe anlegen, oder flache Tonschalen erfüllen den Zweck ebenso. Auf engmaschigen Gartendrahtzaun sollte verzichtet werden, oder es sollten zumindest Durchgänge vorhanden sein.

In der nahrungsarmen Jahreszeit kann man auch eine Futterstelle mit Igeltrockenfutter einrichten, jedoch nur bis zum ersten Frost, damit man die Igel nicht künstlich wach hält. Dadurch kann es oft vermieden werden, untergewichtige Igel in menschliche Obhut zu nehmen, was nur im Notfall gemacht werden sollte.

Denn nicht jeder Igel braucht Hilfe und muss in seiner natürlichen Umgebung belassen werden, so lange dies irgendwie möglich ist.

Hilfebedürftig sind - verletzte Igel, kranke Igel, verwaiste Igelsäuglinge, Igel die bei Dauerfrost und Schnee herumlaufen.

Wenn man einen hilfebedürftigen Igel findet, muss man sich unbedingt mit einer Igelstation in Verbindung setzen, denn Tierliebe allein reicht hier nicht aus.


Infos rund um den Igel findet man bei

http://www.pro-igel.de/
http://www.verein-der-igelfreunde-stuttgart.de

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Sonja, tierverrückt und naturverbunden.
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Ich fotografiere und schreibe überwiegend über Tiere und Natur, aber ab und an auch über Dinge aus dem Alltag.

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