Ein Hot Spot ist eine entzündliche Hautveränderung beim Hund. Hauptsächlich in der warmen Jahreszeit sind überwiegend Hunde mit dichtem Fell von dieser Erkrankung betroffen. Aber auch Kurzhaarrassen bleiben nicht verschont.

Es gibt zwei verschiedene Arten, den meist sehr schmerzhaften "Tiefen Hot Spot" und den stark juckenden "Oberflächigen Hot Spot". Bezüglich der Entstehung vermutete man zuerst eine Folge der verminderten Belüftung der Hautoberfläche im Sommer. Inzwischen sind als Ursachen jedoch auch allergische Reaktionen, Fremdkörper, Verletzungen und Parasiten bekannt.

hotspot

Ein Hot Spot breitet sich rasend schnell aus, quasi über Nacht. Ich stellte abends fest das Mika sich häufig am Oberschenkel leckte. Da jedoch nicht mehr als ein kleiner Pickel zu sehen war, machte ich mir keine Gedanken und ging von einem Insektenstich aus. Am nächsten Morgen hat mich fast der Schlag getroffen. Es war ein ausgewachsener Hot Spot, so gross wie mein Handteller - haarlos bzw. mit am Rand verklebten Haaren, nässend, gelb mit einem roten Rand - es war ein oberflächiger Hot Spot. Es muss auch sehr stark gejuckt haben, denn er war kaum davon abzuhalten an der Stelle nicht weiter zu knabbern und zu lecken.

Tierärzte wenden in der Regel bei einem Hot Spot Cortisonpräparate oder auch in Kombination zusätzlich noch Antibiotika an. Da ich aber, wenn irgend möglich, eine Behandlung mit Naturheilmitteln vorziehe habe ich den Hot Spot mit Calendula Tinktur behandelt.

Ein Kaffeelöffel Calendula Tinktur mit einer kleinen Tasse Wasser verdünnt und damit täglich mehrmals die betroffene Stelle betupft bzw. für eine Weile ein getränktes Tuch auf den Hot Spot gelegt. Die Haare rund um den Hot Spot habe ich vorsichtig entfernt.

Der Ruckreiz hat fast sofort nachgelassen, jedenfalls ging er nicht mehr ran. Bereits am nächsten Tag war die Rötung deutlich besser und eine Woche später war der Hot Spot total abgeheilt und es musste nur das Fell wieder nachwachsen.

Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass ich kein medizinischer Fachmann bin, dies nur meine persönlichen Erfahrungen sind und den Besuch beim Tierheilpraktiker oder Tierarzt nicht ersetzen, denn eine eigene Behandlung muss immer gut eingeschätzt werden können.

soni

Kommentare   

 
# Frau Wolkenlos 2009-08-29 16:54
Da kann man wieder einmal sehen wie gut Naturmedizin helfen kann. Natürlich ersetzt das nicht komplett den Gang zum Tierarzt. ;-)
Ich könnte da so einiges erzählen... Einer unserer großen Frösche hatte eine Verletzung am Bein. Diese hat er sich durch ein Stück spitzen Ast im Terrarium zugezogen. Ich habe ihn ein paar Tage in eine Schale mit kaltem, schwarzen Tee gesetzt. Die darin enthaltenen Gerbstoffe haben einen stabilisierende n Effekt und eine entzündungshemm ende Heilwirkung. Hat geholfen, die Wunde heilte. :roll:
LG
 
 
# Soni 2009-08-30 13:03
Ich habe mit natürlichen Mitteln auch schon so viele gute Erfahrungen gemacht und bin deshalb auch sehr überzeugt davon.

Das ist ja klasse, dass das Teebad bei Deinem Frosch geholfen hat. Das hätte ich nicht gewusst. Beim Frosch kann man ja auch sicher nicht so einfach eine Salbe auf die Wunde machen. So lernt man doch immer wieder dazu :lol:
LG
 
 
# Anke Caré 2010-06-15 00:31
Liebe Soni, da mein Golden Retriever - wie ich heute im Internet recherchiert habe - mit großer Gewissheit auch genau an dieser Krankheit leidet, wäre meine Frage, ob man dafür auch homöopathisch vorsorgen kann, damit diese nicht so anfällig für diese Hot Spots sind?
Vielen Dank vorab und viele Grüße Anke
 
 
# Soni 2010-06-15 09:36
Generell kannst Du mit allem was sich positiv auf Hautgesundheit und Immunsystem auswirkt vorbeugen.

Ich habe bei Mika das Futter umgestellt, ernähre ihn so natürlich wie möglich ohne die ganzen Zusatzstoffe im Fertigfutter und verwende keinerlei chemischen Präparate, sofern sie denn nicht unbedingt notwendig sind - also keine Spot-On Präparate, keine profilaktischen Wurmkuren etc.

Im Fellwechsel kämme ich regelmäßig die abgestorbenen Haare und vor allem die Unterwolle aus, da sie bei Mika sehr schnell zu Juckreiz und ansonsten übermäßigem Kratzen führen. Man sollte jedoch keine Kämme oder Bürsten verwenden, die die Haut reizen.

Bei Mika war es dann eine einmalige Sache, der Hot Spot kam glücklicherweis e nie wieder.

Homöopathisch kann man viel machen, dazu müsstest Du Deinen Hund aber einem Tierheilpraktik er vorstellen, denn das muss dann schon speziell auf Deinen Hund abgestimmt werden.

Allles Gute für Deinen Golden - tolle Hunde, ich liebe Retriever :lol:
 
 
# Anke Caré 2010-06-15 10:02
zitiere Soni:
Generell kannst Du mit allem was sich positiv auf Hautgesundheit und Immunsystem auswirkt vorbeugen.

Ich habe bei Mika das Futter umgestellt, ernähre ihn so natürlich wie möglich ohne die ganzen Zusatzstoffe im Fertigfutter und verwende keinerlei chemischen Präparate, sofern sie denn nicht unbedingt notwendig sind - also keine Spot-On Präparate, keine profilaktischen Wurmkuren etc.

Im Fellwechsel kämme ich regelmäßig die abgestorbenen Haare und vor allem die Unterwolle aus, da sie bei Mika sehr schnell zu Juckreiz und ansonsten übermäßigem Kratzen führen. Man sollte jedoch keine Kämme oder Bürsten verwenden, die die Haut reizen.

Bei Mika war es dann eine einmalige Sache, der Hot Spot kam glücklicherweise nie wieder.

Homöopathisch kann man viel machen, dazu müsstest Du Deinen Hund aber einem Tierheilpraktik er vorstellen, denn das muss dann schon speziell auf Deinen Hund abgestimmt werden.

Allles Gute für Deinen Golden - tolle Hunde, ich liebe Retriever :lol:



Vielen Dank Soni! Werde mal nach einem Tierheilpraktik er suchen.
Ist übrigens eine super Seite! Toll gemacht!
Grüße aus dem Bayerischen Wald, Anke!
 
 
# Soni 2010-06-15 10:04
Vielen Dank Anke :lol: freut mich, wenn es Dir hier gefällt.

Wünsche Dir viel Erfolg.
 
 
# Margit 2010-06-21 17:24
Hallo,
unsere schwarze Hovawarthündin hat nach einem Zeckenbiß unter dem Ohr einen Hot Spot wie uns der TA attestierte.
Zuerst bekam sie eine Cortisonspritze bereits in der Praxis und der HotSpot wurde mit Jodtinktur desinfiziert.
Mit nach Hause bekamen wir eine Cortisonhaltige Salbe, Antibiotikatabl etten und die jodhaltige Lösung zum täglichen desinfzizieren.
Bereits am nächsten Tag war der HotSpot trocken und der Hund wieder völlig fit. Aber am darauf folgenden Tag war wieder alles beim alten. Der HotSpot näßt wieder, trotz Salbe, Antibiotika und desinfizieren, morgen gehe ich wieder zum TA.
Wer kann mir einen Rat geben,
da unsere Hündin bereits 10 Jahre ist und ich sie nicht mit soviel Chemie voll stopfen will.

lg
Margit
Deggendorf
 
 
# gudrun reso 2010-06-22 07:46
hallo margit,
unsere dalmihündin hat siet vorgestern auch zum zweiten mal mit einem hotspot an der backe unter dem ohr zu tun. gut wäre es, wenn du die langen haare ringsum alle abrasierst. ich wasche dreimal täglich alle verkrustungen mit einem sauberen lappen ab. danach trockne ich gründlich(küche nkrepp) ab. ich nehme im moment kokosöl(ist bei körpertemperatu r sehr dünnflüssig- bleibt auch kein dreck dran kleben- hilft auch gegen zecken und kriebelmücken). bin bis jetzt sehr zufrieden damit. es verkrustet so gut wie nichts mehr. juckreiz ist auch weg und es wird auch nicht größer. dieses dünnflüssige öl scheint auch nicht die belüftung zu behindern. ansonsten würde ich dir auch zu anderen narürlichen mitteln, oder jodtinktur raten. möglichst was, was nicht brennt- wegen dem weiteren "behandlungswil len" des hundes.
lg gudrun reso
 
 
# Soni 2010-06-22 09:22
Ich habe bei mir persönlich auch schon die Erfahrung gemacht, lang lang ist es her, das Cortison zwar schnell die Symptome unterdrücken kann, aber genau so schnell blüht auch alles wieder auf.

Cortisonpräparate und Antibiotika ist beim Tierarzt in der Regel üblich. Hätte Mika auch bekommen sollen. Aber solange ich den Heilungsverlauf beurteilen kann und es sich nicht um eine lebensbedrohend e Krankheit handelt, versuche ich immer erst mit sanfteren Methoden und nicht gleich mit diesen Hammermedikamenten.

Bei Mika hat wie oben beschrieben die Calendula-Tinkt ur super geholfen. Ferndiagnosen kann ich nicht stellen, aber Du kannst Deinen Hund ja auch einem Tierheilpraktik er vorstellen.

Wünsche Dir gute Besserung für Deine Fellnase.

LG Soni
 
 
# gudrun reso 2010-06-22 12:24
hallo margit,
ich nochmal. du schreibst, das du salbe raufmachen solltest. es gibt tierärzte die sagen, das salbe zu sehr abdeckt und es dann dadrunter besser weiter "suppen" kann.
lg gudrun
 
 
# Simone 2010-07-05 21:41
Hallo Leute, mein Retriever Knut hatte heute morgen auf einmal eine blutig-eitrig verklebte Stelle unter dem rechten Ohr. Ich zum TA und die haben es rasiert. Sagten ich solle Ohrentropfen geben und eine Creme auf die Stelle geben. Jetzt war ich total geschockt, als ich ihn eben ansah. Jetzt hat er eine Stelle über dem rechten Auge die auch blutig-eitrig ist. Mache mir wirklich Sorgen. Er hatte sowas noch nie. Alter im Oktober 3 Jare
 
 
# Soni 2010-07-06 09:15
Das kann natürlich sehr viele Ursachen haben, bis hin zur Allergie. Da wird Dir per Ferndiagnose auch niemand helfen können. Ich würde sofort nochmal zum TA gehen mit Knut.

Wünsche Deinem Hund gute Besserung.
 
 
# Simone 2010-07-06 09:21
Danke das ist lieb. Habe schon beim TA angerufen und haben heut Nachmittag einen Termin. Ich hoffe die können mir mehr sagen. Die Stellen sehen wirklich nicht gut aus :-(
 
 
# Soni 2010-07-06 12:15
Drücke Euch ganz feste die Daumen das Ihr das schnell in den Griff bekommt.
 
 
# Ilka 2010-08-26 10:45
Hallo,Soni!!Bin peer zufall bei Dir gelandet ;-).Denn eine Bekannt fragte mich auf Tierwelt,über ich etwas über Hot Spot wüßte u.was man dagegen vielleicht machen könnte.Natürlic h wußte ich nichts darüber,Gott sei Dank sind meine davon verschond geblieben(habe 3Jackys).Du beschreibst das echt gut u.das Du dafür Naturmittel nimmst finde ich super.Werde dort meist begrinst,wenn ich mit meinen Bernstein-Anhän ger ankomme.Weißt Du,diese helfen gegen Flöhe u.Zecken.Habe das aber vorher bei meinen getestet u.tatsächlich nach ca.3Wo.hatten meine keine Zecken u.Flöhe.Es gibt aber auch Steine,für Allergien usw.Eine sehr gute Freundinn,stell t Sie mir dann zusammen.Aber diese nehmen dann lieber,Spot ON oder Frontline.Danac h wundern Sie sich,warum der Hund ein Nierenleiden usw. hat.Ich verstehe das nicht,warum die Menschen lieber die scharfen Mitteln benutzten?! Ganz liebe Grüße,Ilka.
 
 
# Soni 2010-08-26 23:57
Ganz herzlich willkommen auf der Hundewiese Ilka.

Ja soweit es irgendwie möglich ist nehme ich nur Naturheilmittel und habe damit wirklich tolle Erfahrungen gemacht und sie sind sehr viel schonender als gleich die Chemiebomben zu nehmen. Gut, manchmal geht es nicht anders, aber sehr oft kann man es doch vermeiden.

Bernsteinkette gegen Zecken verwende ich auch und auch bei Mika wirkt sie gut. Ich benutze schon ewig keine Spot On Präparate mehr.

Die Alternativen werden allgemein leider oft belächelt, aber darüber lächel dann ich, denn ich weiss aus Erfahrung sie helfen und haben nicht so viel Nebenwirkungen. Versuche zwar aufzuklären, aber letztendlich muss jeder selbst die Entscheidung treffen.

LG Soni
 
 
# Claude LHer 2013-07-01 19:52
Ich behandle Hotspots mit Propolis.
Kein Rückfall,nach 4 Tage abgeheilt.
Wirkt super und ohne Nebenwirkungen.
 
 
# Soni 2013-07-03 08:50
Danke für den Tipp Claude LHer. Mit Propolis hat man bei vielen Erkrankungen gute Heilungsmöglich keiten.
 

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