glennkillEigentlich wollte ich das Schafskrimi-Hörbuch Glennkill von Leonie Swann ja gemütlich auf der Liege im Garten geniessen. Das Wetter macht mir aber immer wieder einen Strich durch die Rechnung - auf der Couch unter der Wolldecke ist es ja aber auch heimelig, man ist ja flexibel.

Also begab ich mich am Sonntag gedanklich auf eine saftige, grüne Weide in Irland in der Nähe des irischen Dörfchens Glenkill. Inmitten einer Schafherde lauschte ich den Ermittlungen der Schafe, jedes für sich eine ganz eigene Persönlichkeit mit individuellem Charakter. Miss Maple, das klügste Schaf von Glennkill ja wahrscheinlich der ganzen Welt, Mopple the Whale merkt sich alles und vergisst nie etwas, Othello das schwarze Schaf mit geheimnisvoller Vergangenheit, Sir Richfield der Älteste der Herde und Leitwidder hört nicht mehr gut hat aber Adleraugen, Cloud das wolligste und prächtigste Schaf, Melmoth um den sich merkwürdige Legenden winden, Maude mit dem guten Geruchssinn - schon die Namen der Hauptpersonen fand ich einfach klasse. Die Geschichte wird komplett aus der Sicht der Schafe erzählt.

Eines Morgens fanden die Schafe ihren Schäfer George Glenn mit einem Spaten in der Brust tot auf der Weide. Keines der schafSchafe hatte in der Nacht irgendwas gehört, irgend jemand aber musste George ermordet haben. George war ein guter Schäfer. Regelmäßig las er seinen Schafen vor, erklärte ihnen Begriffe aus der Welt der Menschen und keines wurde je zum Schlachter gebracht. Die Schafe wollen der Sache auf den Grund gehen, der Tod musste geklärt werden - das waren sie George schuldig. Gerechtigkeit, ja Gerechtigkeit mußte her.

War es vielleicht der Wolfsgeist, nein, schnell ist klar es kann nur ein Mensch gewesen sein. So wird jeder Mensch beobachtet, belauscht und unter die Lupe genommen. Auf der Weide, an den Steilklippen, in der Dorfkirche begeben sich die Schafe auf Spurensuche und Puzzlestückchen für Puzzelstück wird zusammengesetzt. So einige Rätsel ranken sich um George und den Schäferwagen, die es zu lösen gilt. So nach und nach bringen sie Licht ins Dunkel und kommen dem rätselhaften Tod ihres Schäfers näher.

Da ich Irland, die Iren und die irische Landschaft liebe konnte ich mich sehr gut in das Umfeld des Geschehens reindenken und die Welt aus der Sicht der Schafe zu sehen war wirklich köstlich. So manche Interpretation der Schafe über menschliche Äußerungen regen sehr zum Schmunzeln an. Bei der nächsten Schafsherde, die mir begegnet, werde ich sicher Ausschau nach dem tapferen Othello und der klugen Miss Maple halten. Ein tolles Hörbuch - ganz lieben Dank nochmal an Frau Wolkenlos und Stefan - es war super.

soni

Kommentare   

 
# Frau Wolkenlos 2010-06-03 21:08
Liebe Soni,
freut mich/uns, dass Dir die Geschichte Spaß gemacht hat. :lol: Hey! Wir haben zu danken, schließlich haben wir beide Dir eine wunderschöne Header - Grafik zu verdanken. :-)
LG und einen lieben Drücker an Dich. :P
 
 
# Soni 2010-06-03 22:29
Habe ich doch gerne gemacht :lol:

Ja, die Geschichte hat echt Spaß gemacht und nun bin ich schon gespannt auf das andere Hörbuch.

LG *knuddel*
 

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