Ein herrlicher Frühlingstag, die Sonne scheint, die Vögel singen und eigentlich könnte man den Tag so richtig genießen. Aber viele, nicht nur vor Ort die schlimmsten Betroffenen in Japan, sind schockiert und gelähmt über die schreckliche Katastrophe. Erbeben und Tsunami wären ja wirklich schon furchtbar genug, aber die außer Kontrolle geratenen Atomkraftwerke, die Krankheit und Tod über die Menschen bringen, die Gebiete auf unendliche Zeit unbewohnbar machen, die Erde verseuchen, müssen zu einem Umdenken führen. Sicherheit bei Atomkraftwerken gibt es nicht.

Jeder Mensch hat die Kraft etwas zu verändern. Earth Hour ist eine weltweite Demonstration für mehr Klimaschutz. Millionen Menschen schalten am 26.3.2011 - 20.3o h - für eine Stunde das Licht aus und wollen damit ein Zeichen setzen.

earth_hour
Viele Menschen demonstrieren nun für die Abschaltung der Kernkraftwerke und meist gibt man ja der Politik alle Schuld, wenn etwas schief läuft. Aber ich denke, man sollte sich auch an der eigenen Nase fassen. Der Verbraucher hat doch irgendwie auch immer eine Mitschuld. Bei mir funktioniert zwar alles was machbar ist noch mechanisch, aber bei vielen läuft ja nicht mal mehr der Dosenöffner ohne Strom und darüber sollte man sich mal Gedanken machen. Das muß doch alles gar nicht sein und je weniger Strom verbraucht wird, je eher kann man auch mit alternativer Stromerzeugung auskommen.

Earth Hour finde ich jedenfalls eine gute Aktion, zum Nachdenken, aufmerksam machen. Um wenigstens mal eine Stunde vielleicht nicht nur auf Licht, sondern sogar auf Strom generell zu verzichten.



Earth Hour begann mit einer handvoll Menschen, inzwischen beteiligen sich Millionen. Bereits zum fünften Mal seit 2007 findet Earth Hour nun statt. Nähere Infos unter earthhour2011. Vielleicht mag sich der ein oder andere ja auch beteiligen, ich bin dabei.

soni

Kommentare   

 
# Follygirl 2011-03-15 13:52
Ja, man kann immer nur wieder auf diese Sachen hinweisen... doch ich muß sagen, es fällt mir oft schwer, weil ich so winge Erfolge sehe.
LG, Petra
 
 
# Soni 2011-03-15 18:06
Den ein oder anderen kann man vielleicht zum Nachdenken anregen, große Erfolge darf man aber nicht wirklich erwarten Follygirl.

LG Soni
 
 
# Gabi 2011-03-16 11:23
Privat wird es viele geben, die so denken wie wir, aber der Wirtschaft sind diese Gedanken sowas von egal - dort denkt man nur an den Profit.
Das ist das Schlimme: es muss alles besser, schneller, größer werden und dafür wird die Erde zerstört.
Warum kann man sich nicht mit dem Erreichten zufrieden geben und mal nach Menschen schauen, denen es lange nicht so gut geht wie uns?
Wirtschaft und Regierung sollten einen Gang zurück schalten, um dort zu helfen, wo noch nichts selbstverständl ich ist.
Leider werden das wohl immer nur Wünsche bleiben.
LG Gabi
 
 
# Soni 2011-03-16 20:53
Ja bei der Wirtschaft geht es immer nur um Profit Gabi. Kann man einerseits ja auch verstehen, wenn aber dafür Natur und Gesundheit auf der Strecke bleiben hört es auf. Tja, warum kann man sich nicht zufrieden geben, sie wollen immer noch mehr.

LG Soni
 
 
# Rennhenn 2011-03-16 21:34
Ich bin auch kein Fan von AKWs. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die benötigte Menge allein über alternative Methoden gewonnen werden kann. Zumal die Umstellung ein großer organisatorisch er und vorallem finanzieller Kraftakt wäre. Bin auf dem Gebiet aber kein Experte und lasse mich gern eines Besseren belehren.

Bei einem stimme ich dir aber zu: es sollte sich erst einmal jeder selbst an die Nase fassen. Wieviel Energie wird täglich von jedem von uns sinnlos ins Nirvana geblasen? Darüber sollte man sich bewusst werden und entsprechend handeln. Auch das wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung.
 
 
# Soni 2011-03-17 09:51
Experte bin ich auch keiner Rennhenn, habe aber Studien vom Umweltamt gelesen. In Deutschland stammt etwa ein Viertel des Stroms aus Atomkraftwerken . Wir exportieren sogar Strom, haben also mehr als wir brauchen. Die alten Kraftwerke können auf jeden Fall sofort vom Netz genommen werden, ohne das es Versorgungsprob leme gibt. 2009 standen zeitweise nur 56 Prozent der Kraftwerke wegen störungsbedingt en Abschaltungen zur Verfügung, ohne das es zu Engpässen kam.

Sicher nicht von heute auf morgen, aber langfristig wäre es überhaupt kein Problem für Deutscland sogar ganz auf Atomkraft zu verzichten. Geht der Ausbau der erneuerbaren Energien wie in den vergangenen Jahren weiter, kann pro Jahr ein weiteres Atomkraftwerk ersetzt werden.

In anderen Ländern ist es da schon schwieriger. Frankreich z.B. hat 58 Kraftwerke und ca. 75% hängt am Atomstrom, diese zu ersetzen ist natürlich nicht so einfach. Auch das wäre wohl lt. Studien möglich, die Umstellung würde aber deutlich längern dauern. Auch Japan ist problematisch, sie haben keine eigenen Rohstoffe, auch fehlen geeignete Flächen um z.B. Windkraft einsetzen zu können. Es heißt jedoch, daß es auch für Japan Lösungen der technischen Schwierigkeiten geben würde.

Möglich ist vieles (zumindest langfristig), wenn der wirkliche Wille bei allen dazu da ist. Und mal ehrlich wozu brauchen wir Strom, wenn die Umwelt so verseucht ist, daß sie nicht mehr bewohnbar ist, das Risiko ist nun mal sehr groß. Es ist ja ein weltweites Problem. Nutzt ja nicht viel, wenn Deutschland alles abschaltet und in Frankreich fliegt ein Kraftwerk in die Luft, da haben wir dann genauso was davon, ist nicht weit weg.

Aber wie Du schreibst - der erste Schritt ist - bewusster mit Energie umzugehen und von sinnlosen Dingen, die kein Mensch tatsächlich braucht, wegzugehen.

LG Soni
 
 
# Rennhenn 2011-03-18 10:37
Langfristig wird es ja sowieso notwendig sein vom Atomstrom wegzukommen. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Uranvorräte auch irgendwann einmal aufgebraucht. Von daher wäre es ja sowieso sinnvoll jetzt nach Alternativen zu suchen bzw. diese zu entwickeln/zu verbessern. Je länger solche Möglichkeiten vorab ausgetestet werden können, umso besser laufen sie, wenn die AKWs dann endgültig abgeschaltet werden müssen.

Dass Deutschland zuviel Strom produziert und diesen weiterverkauft, weiß ich. Sonst würden die Herrschaften aus der Regierung ja nicht so klammern, wenn da nichts bei rausspringen würde ;-)

Umsetzbar ist sicherlich vieles, auch bei Rohstoff- oder Strukturmängeln ... ist aber halt auch eine finanzielle Frage. Allein in Deutschland ist ganz bestimmt vieles machbar, aber denk mal, an all die Anlagen, die da erstmal installiert werden müssten und an den Aufwand und die Kosten, die damit verbunden sind.

Es ist halt leider immer nie so einfach wie man es gern hätte... *seufz*

So, und ich schalte jetzt erstmal mein Licht aus, denn mittlerweile ist es hell genug draußen :-)
 
 
# Soni 2011-03-18 16:18
Es ist ja vielleicht ein Glück, wenn die Uranvorräte irgendwann aufgebraucht sind. Dann muß man sich Gedanken über Alternativen machen. Das Problem ist ja nicht nur das Sicherheitsrisi ko, sondern der ganze Müll - keiner weiß doch wohin damit.

Klar, es wird halt gut verdient an der Atomkraft und schließlich geht es immer hauptsächlich ums Geld.

Der finanzielle Aspekt ist bei einer Umstellung natürlich nicht von der Hand zu weisen. Aber es werden ja sogar noch immer neue Kraftwerke gebaut und davon könnte man zumindest Abstand nehmen.

Tja, stimmt schon, alles nicht so einfach. Aber ich denke es können Lösungen gefunden werden, allein der Wille fehlt.
 
 
# Rennhenn 2011-03-31 13:26
Nun muss ich doch noch einmal auf dieses Thema zurückkommen. Habe kürzlich die Sendung Odysso gesehen, die ich sehr informativ und gut gemacht fand. Hier der Link zur Mediathek mit den einzelnen Beiträgen:
www.swr.de/.../index.html

Grade das letzte Video "Next steps für den Atomausstieg" passt hier gut rein.
 
 
# Soni 2011-04-01 11:41
Gerade das ist ja das Problem, man kann die Werke halt nicht einfach abschalten und die Gefahr ist vorbei. Super Artikel, werde mir das genau anschauen - vielen Dank für den Link Rennhenn.

LG Soni
 

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